Australian Shepherd Zola beim Start. Die Begeisterung fürs Mantrailing merkt man ihr an!

WAS IST MANTRAILING?

Der American Akita Inu namens Momo startet durch mit dem Geruch der Versteckperson in der Nase.

Der Begriff Mantrailing stammt aus dem Englischen von man = Mensch und trailing = verfolgen. Bei der Suche trägt der Hund ein spezielles Geschirr und arbeitet an einer langen Leine. Mantrailer sind besonders wertvoll bei der Vermisstensuche, da sie nur dem Geruch einer bestimmten Person folgen. 

Dadurch ist es möglich, Mantrailer auch in bewohnten Gebieten einzusetzen. Nicht immer können Mantrailer-Rettungshundeteams die vermisste Person im Ernstfall auffinden. Sie sind aber meist in der Lage, den Rettungskräften wichtige Informationen zu liefern. So ist es möglich, Einsätze genauer auszurichten. 

Dass der English Setter Pino taub ist, stellt kein Hinderniss für ihn bei der Personensuche dar. Die Nase funktioniert einwandfrei!

Natürlich gibt es aber auch viele Hundebesitzer, die Mantrailing betreiben, um den Hund artgerecht auszulasten. Mantrailing ist Kopfarbeit für den Hund. Der Vierbeiner gewinnt Selbstvertrauen, mehr Vertrauen zu fremden Personen, lernt, sich zu konzentrieren und genießt es, Chef sein zu dürfen. 

Beim Mantrailing führt nämlich der Hund Herrchen oder Frauchen ans Ziel, nicht umgekehrt! Mehr zum Thema Ausbildung und Training hier >

Menschlicher Geruch – was ist das eigentlich?

Auch kleinere Hunde wie Lilli, ein Parson Russell Terrier, sind fürs Mantrailing geeignet.

Wie bereits gesagt hat jeder Mensch einen eigenen Geruch. Diesen Individualgeruch kann man mit einem Fingerabdruck vergleichen: er ist einmalig und einzigartig. Was aber ist menschlicher Geruch genau? Woraus besteht er?

 

Wissenschaftlich ist dies noch nicht vollkommen geklärt, aber es gibt verschiedene Theorien und Studien zu diesem Thema. Eine davon besagt, dass menschlicher Geruch maßgeblich von den verschiedenen Drüsenabsonderungen des größten menschlichen Sinnesorgans bestimmt wird: der Haut. Zusammenfassend kann man sagen, dass menschlicher Geruch hauptsächlich aus den verschiedenen Produkten der Talgdrüsen besteht, wobei man sich hier keinen fettigen, trägen Film auf der Haut vorstellen darf, sondern verschiedene flüchtige Substanzen und minimalst große Hautzellen, die ständig und ununterbrochen vom Menschen abgesondert werden. Körperwärme, Heizungsluft, Klimaanlagen, Wind und Thermik verteilen den Geruch überall dort, wo der Mensch sich aufhält. Mehr zum Thema menschlicher Geruch und der Rolle der menschlichen Haut hier >

 

Des Weiteren spielen beim Geruch auch Umweltfaktoren wie Ernährung und emotionaler Zustand ebenso wie verwendete Pflegeprodukte wie z.B. Creme, Parfüm, Seife, Insektenschutzmittel etc. eine - wenn auch untergeordnete - Rolle.

 

Quellen für diesen Abschnitt:

 

Sweat Analysis and Its Role in Identification

Rakesh K Gorea1,2*, Abhinav Gorea3 and Arshdeep Gorea3

1Department Forensic Medicine and Toxicology, College of Medicine, Salman Bin Abdul Aziz University, Al Kharj, Saudi Arabia

2JJT University, Rajasthan, India

3Edith Cowan University, Perth, Australia

 

Human Scent and Its Detection

Nature, source, and behavior of a human characteristic vulnerable to intelligence exploitation.

Spencer Tebrich

CIA HISTORICAL REVIEW PROGRAM